Altersgerechte Ernährung – Hundefutter für jedes Alter

3. August 2021
Hundenahrung soll unsere Fellnasen täglich mit allem versorgen, was sie benötigen und sie in ihrer Entwicklung unterstützen. Dabei entstehen oftmals einige Fragen: Was füttere ich? Wie viel füttere ich und wie füttere ich richtig? Welpennahrung, Juniorfutter und Seniorenmenü – die Bandbreite ist riesig. Wir klären die wichtigsten Fragen rund um das Thema Hundeernährung.

Der Lebenszyklus eines Hundes - Jeder Hund is(s)t anders

Die Bedürfnisse sind von Hund zu Hund unterschiedlich und im Verlauf eines Hundelebens können sie sich auch noch ändern: Ein Welpe oder Junghund profitiert von anderen Nährstoffen und Kalorien und benötigt demzufolge eine andere Zusammensetzung seines Futters als ein ausgewachsener Hund. Ältere Hunde und Senioren wiederum benötigen weniger Kalorien und eher eine altersunterstützende Ernährung. Und dann hat ein Welpe auch noch einen kleineren Magen, weswegen er öfters gefüttert werden sollte als ein ausgewachsener Hund. Aber gehen wir einen Schritt zurück: Die Lebensphasen eines Hundes lassen sich grundsätzlich in vier Abschnitte teilen: Welpe, Junghund, Adult und Senior. 

Hundefutter für jedes Alter

Bei der großen Auswahl an Trockenfutter und Nassfutter verliert man schnell mal den Überblick. Mit dieser Checkliste kannst Du ganz einfach prüfen, ob das Futter für Deinen Vierbeiner passen könnte:

  • Hoher Fleischanteil: Fleisch oder Fisch sollte stets an erster Stelle mit einem möglichst hohen Anteil auf der Zutatenliste stehen
  • Verzichte auf Getreide: Gluten, Mais und Co. zählen leider zu den günstigen Füllstoffen. Sie blähen das Futter und auch das Häufchen Deiner Fellnase nur unnötig auf
  • Das Futter ist frei von künstlichen Farb- und Konservierungsstoffen
  • Achte beim Trockenfutter auf die passende Krokettengröße – auch hier gibt es für jedes Schleckermäulchen die richtige Größe
  • Und ganz wichtig: Das Futter sollte Deiner Fellnase schmecken!
Hundenapf und Wassernapf

Welpe und Welpenfutter: Darauf kommt es beim Hundefutter an

In den ersten drei bis fünf Wochen ernähren sich Welpen zunächst ausschließlich von gehaltvoller Muttermilch, die sie mit allem versorgt, was ein junger Hund benötigt. Ab der fünften Woche beginnen viele Welpen eingeweichte Trockenfutter-Kroketten, Welpen-Brei oder etwas Nassfutter von der Mutter zu stibitzen – was die Mutter frisst, muss eben auch selbst mal probiert werden. Ab dann steigert sich der Anteil der festen Nahrung kontinuierlich. Die Hundemutter nimmt sich immer häufiger eine Auszeit vom Säugen und wenn die Welpen acht bis zehn Wochen alt sind, ist die Entwöhnung in der Regel abgeschlossen und die Kleinen sind bereit für Welpenfutter im Napf.

Welpenfutter eignet sich bereits in den ersten Lebenswochen als Ergänzung zur Muttermilch, da ein hochwertiges Futter als Ergänzung sehr wichtig ist. Die Mutter verbraucht viel Energie, weswegen ihr hochwertiges Welpenfutter angeboten werden kann, von dem dann auch die Kleinen naschen können oder Du bietest den Welpen ein Nassfutter mit hohem Fleischanteil und zusätzlich Wasser an.
Säugende Hündin mit Welpen

Das Wachstum fordert viel Energie in Form von Rohprotein und Rohfett. Welpen benötigen also nicht nur häufiger Futter, sondern haben auch einen wesentlich höheren Bedarf an Eiweiß- und Fettgehalt. Mit einer ausgewogenen Mischung an Mineralstoffen und Vitaminen kannst Du die Entwicklung des gesamten Bewegungsapparats unterstützen. Das Hundefutter in dieser Lebensphase ist also nicht nur ein Lieferant für alle wichtigen Nährstoffe, Vitamine und Mineralien, sondern kann auch Einfluss auf das Wachstum nehmen. Besonders wichtig an dieser Stelle ist das angepasste Verhältnis von Kalzium und Phosphor im Futter.

Den richtigen Zeitpunkt finden: Bis wann füttere ich Welpenfutter?

Kleine Rassen sind mit spätestens neun Monaten ausgewachsen und können dann langsam auf Adultfutter umgestellt werden. Mittelgroße Hunde können nach ca. einem Jahr umgestellt werden. Große Hunderassen wachsen langsamer und sollten bis zu einem Alter von 24 Monaten passendes Futter erhalten. Da kann sich beispielsweise Junior Hundefutter als Zwischenstufe eignen. Hundeleckerlis sollten stets von der Tagesration abgezogen werden, damit Dein Hund nicht übergewichtig wird. Stelle Deine Fellnase regelmäßig auf die Waage, denn mit dem Erreichen des Endgewichts nimmt auch der Energiebedarf ab. 
Ausgewogenes Futter ist für alle Rassen sehr wichtig. Wenn Du Dir unsicher bezüglich des passenden Futters oder der Futtermenge bist, zögere nicht uns oder den Tierarzt Deines Vertrauens zu kontaktieren.

Alter Mann und Hund

Senioren Hundefutter: Das passende Hundefutter für graue Schnauzen

Wie bei uns Menschen schleichen sich im Alter einige gesundheitliche Probleme oder Altersbeschwerden ein: Der Hund bewegt sich weniger, der Stoffwechsel verändert sich, es kommt zu Arthrose oder Augenproblemen, Dein Vierbeiner neigt zur Zahnsteinbildung und das ein oder andere Kilo zu viel macht sich auf der Waage bemerkbar.

Während die Muskelmasse langsam abnimmt, wachsen die Fettpölsterchen. Generell wird das Verhalten ruhiger; ein gemütlicher Gang durch die Nachbarschaft wird einem Marathon über Stock und Stein vorgezogen. Die Verdauung verlangsamt sich, es kommt nicht selten zu Blähungen oder Verstopfung. Das Immunsystem wird anfälliger.

An dieser Stelle macht es dann Sinn auf ein leicht verdauliches und passendes Hundefutter für Senioren umzusteigen, das beispielsweise fettärmer ist. Ein Plus an Vitaminen und Nährstoffen kann dem ein oder anderen Wehwehchen entgegenwirken, Zusätze wie Algenmehl können die Gelenke unterstützen. 

Aber ab wann gilt mein Hund als Senior? 

Auch hierbei kommt es auf die Größe und die Rasse des Vierbeiners an. Kleine Hunde erreichen insgesamt ein höheres Alter und werden entsprechend später zu Senioren. Große Hunde altern im Vergleich schneller. Als Faustregel lässt sich generell festhalten, dass ein Hund als Senior eingestuft werden kann, wenn er drei Viertel der zu erwartenden Lebensspanne erreicht hat. Das wäre demzufolge bei einem Chihuahua ab etwa zehn bis zwölf Jahren und bei einem Golden Retriever mit ca. sieben bis acht Jahren der Fall. 
Ebenso wichtig wie eine auf das Alter angepasste Ernährung sind selbstverständlich regelmäßige Besuche beim Tierarzt. Einmal pro Jahr sollte jeder Vierbeiner vorstellig werden, damit frühzeitig gesundheitliche Probleme, unabhängig von Größe und Rasse, festgestellt werden können. 

Noch ein Tipp für Dich: So gelingt die Futterumstellung bei Deinem Hund

Eine Futterumstellung kann den Magen-Darm-Trakt Deiner Fellnase ordentlich auf den Kopf stellen. Mögliche Reaktionen wie Durchfall oder Erbrechen sind dabei leider keine Seltenheit. Unser Tipp: Mische über einen längeren Zeitpunkt immer wieder einen gewissen Anteil des neuen Futters in das gewohnte Futter. Den Anteil des neuen Futters kannst Du dann schrittweise erhöhen und Dein Hund kann sich langsam daran gewöhnen.

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