Stress beim Hund

9. Juni 2022

Dein Hund ist Dein ständiger Begleiter. So erlebt ihr gemeinsam euren Alltag und es tauchen immer wieder neue Erlebnisse und Menschen auf, mit denen sich Deine Fellnase arrangieren muss. Dabei nimmt sie verschiedenste Gerüche und Geräusche wahr, entdeckt etwas Neues, erlebt vielseitige Situationen – all das kann Stress für Deinen Vierbeinerfreund bedeuten. Wie Du ihm helfen kannst, sich wieder zu entspannen, verraten wir Dir in diesem Beitrag.

 

Stressfaktoren

Vieles, was uns völlig normal erscheint, kann für einen Hund dafür sorgen, dass er in Panik gerät, Stress empfindet oder Angst hat. Die Gründe dafür können vielseitig sein: 

  • Laute und plötzlich auftretende Geräusche wie eine Sirene, ein Feuerwerk, aber auch lautes Kindergeschrei
  • Dichtes Menschengedränge in der Fußgängerzone oder auf dem Wochenmarkt
  • Neue Umgebungen, wie z.B. nach einem Umzug
  • Verlustängste und Einsamkeit
  • Fremde Personen und Tiere
  • Fahren in öffentlichen und nichtöffentlichen Verkehrsmitteln
  • Psychische Traumata

 
Die Stressauslöser können ebenso vielfältig wie der Charakter eines Hundes sein. Jeder reagiert anders auf einen fremden Reiz und verarbeitet ihn auch anders. So bringt jeder Hund durch seine Persönlichkeit eine gewisse Stresstoleranz mit, aber Hunde, deren Persönlichkeit noch nicht gefestigt ist oder die sensibel reagieren, benötigen jede Menge Training und Unterstützung, um mit möglichen Stressfaktoren gelassen umgehen zu können. In diesem Zusammenhang ist es besonders wichtig, die Körpersprache Deines Hundes zu verstehen und die Anzeichen richtig deuten zu können. So kannst Du frühzeitig erkennen, wenn Dein Hund Angst empfindet oder gestresst ist und reagieren.
 

Wie sieht Stress aus?

Stress kann, wie bei uns Menschen, vielfältig ausfallen: Von Magenverstimmungen über Müdigkeit, bis zu einem zurückgezogenen, nervösen oder hyperaktiven Verhalten. 

 

Diese Anzeichen können auf Stress bei Deinem Hund hindeuten:

  • Das Aufstellen der Schwanz- und Nackenhaare
  • Wiederkehrendes Maullecken und vermehrter Speichel
  • Das Zeigen von Beschwichtigungssignalen: eingezogene Rute, Wegdrehen des Kopfes, vermehrtes Gähnen, geduckte Haltung
  • Häufiges Bellen, Winseln, Jaulen
  • Zittern, häufiges Schütteln und Muskelverspannungen
  • Magenverstimmung, (anhaltender) Durchfall, Übelkeit
  • Flaches, starkes Hecheln
  • Festbeißen in der Leine
  • Selbstverletztendes Verhalten
  • Übertriebene Körperpflege
  • Erhöhte Aggression, Panikreaktion, zerstörendes Verhalten
  

Wenn Du ein oder mehrere dieser Anzeichen bei Deinem Hund feststellst, solltest Du ihn genau beobachten und versuchen herauszufinden, welche Auslöser ihn aus dem Gleichgewicht bringen. 
 

Stressabbau

Es gibt positiven und negativen Stress. Grundsätzlich ist Stress erstmal eine normale Reaktion des Körpers – in einer unbekannten oder vermeintlich bedrohlichen Situation setzt der Körper Adrenalin frei, alles ist in Alarmbereitschaft und die Muskeln sind angespannt. Besorgniserregend wird es allerdings, wenn Dein Hund diese Anspannung nicht allein wieder abbauen kann und beispielsweise mit unkontrollierten oder aggressiven Verhaltensweisen reagiert. Anhaltender, negativer Stress kann sich auf die Gesundheit Deines Vierbeiners auswirken. Sozialisierte Hunde, die schon früh mit neuen Reizen und fremden Situationen in Kontakt gekommen sind, können ungewohnte Erlebnisse zumeist gut verarbeiten. Hunde, die das nicht gewohnt sind, benötigen aber vielleicht Deine Hilfe, um neue und angstauslösende Situationen bewältigen und sich schließlich wieder entspannen zu können. Solltest Du das Gefühl haben, dass Dein Hund bereits unter gesundheitlichen Einschränkungen leidet, solltest Du einen Tierarzt aufsuchen.
 

So kannst du Deinem Hund helfen, Stress wieder abzubauen
 

✓ Nehmt euch ausreichend Zeit für neue Situationen: Gib Deiner Fellnase die nötige Gelassenheit, um etwas Neues kennenlernen zu können.

✓ Regelmäßige Beschäftigungseinheiten mit Hund und Halter stärken die Bildung und entspannen.

✓ Leise, klassische Musik wirkt nachweislich beruhigend auf Hunde.

✓ Findet die Balance zwischen Beschäftigung und Ruhe.

✓ Gönne Deiner Fellnase ausreichend Schlaf.

✓ Üben, üben, üben! Jedes Training und Kommando können dabei helfen, beim nächsten Mal schon etwas entspannter reagieren zu können. Und nicht zu vergessen: die passenden Snacks zum Training oder auch für den Stressabbau.

✓ Auch ein Besuch beim Hundetrainer oder Tierarzt kann helfen.

 
 
Jede Fellnase ist absolut einzigartig in ihrem Wesen. Dazu zählt ihre Persönlichkeit, wie auch ihr Verhalten. Weitere Faktoren sind aber auch die Erbanlage, Erziehung und die bereits gemachten Erfahrungen. Ein nicht außer Acht zu lassender Punkt sind jedoch auch wir selbst. Ein Hund spiegelt oftmals auch unser Verhalten wider – so übertragen wir beispielsweise auch Stress: Sind wir gestresst, ist es unser Hund auch, auch wenn er gar nicht weiß, warum eigentlich. 
 
Wenn Du das nächste Mal bemerkst, dass Dein Hund unruhig, nervös oder gar gestresst ist, kannst Du ihm vielleicht mit unseren Tipps helfen, dass er sich schnell wieder entspannen kann.

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